Theater Neu-Ulm
IHREN Ansprüchen wollen wir genügen - "Marlene" von Pam Gems

Premiere im AuGuSTheater Neu-Ulm im Oktober 2000
CLAUDIA RIESE als MARLENE: Phantastico!!!
Regie: Heinz Koch
in den Rollen: Joana Dentler (Vivian), Renate Koch (die Stumme)
Tobias Wahren: Musikalische Einstudierung und als "Eric" am Klavier

Marlene Dietrich wäre am 27. Dezember des Jahres 2001 100 Jahre alt geworden.
Sie war und ist der einzige deutsche wirkliche Hollywood-Star.
Wir haben den Mythos auch auf unserer Bühne weiter leben lassen

Publikumsstimmen

Hintergrund zum Stück

1992 starb Marlene Dietrich, doch ihr Mythos lebt. Sie überwand die Grenzen, die um Nationen, Sprachen und die Rollen der Geschlechter gezogen sind.

Vor der Kamera, auf der Bühne verkörperte sie die sinnlich-lockende Sphinx: kühle Schönheit, Sex-Appeal mit der Ausstrahlung einer starken Persönlichkeit, intelligent und unabhängig.
Doch vor ihren Auftritten zitterte und zagte sie, war sie der Verzweiflung nahe.

Ihr erstes Konzert gab die Dietrich im Dezember 1953 in Las Vegas. Es war der Anfang ihrer zweiten Karriere als Diseuse. Die Berlinerin war einst ausgezogen, um Hollywood zu erobern. Als sie dieses Ziel erreicht hatte, kehrte sie im Alter von 52 den Filmstudios den Rücken und trat einen Triumpfzug auf den Bühnen der großen Musical-Halls der Welt an. Zwanzig Jahre reiste sie rastlos um die Welt, umjubelt von Paris bis Moskau, von London bis Warschau, Monte Carlo, Rio de Janeiro, Tokio und Sydney. "Supply and demand", Angebot und Nachfrage, kommentierte sie lakonisch das Geheimnis ihres Erfolgs. Auch als Sängerin war sie kein Star zum Anfassen. Sie faszinierte durch Perfektion. Sie war die einsame femme fatale. Ihre Männlichkeit wirkte auf Frauen und ihr Sex-Appeal auf Männer. Sie war die unnahbare Göttin, die, wenn sie sang, dennoch ahnen ließ, daß sie im Grunde ihres Herzens unheilbar romantisch war.

Claudia Riese als Marlene

"Ich bin, Gott sei Dank, Berlinerin!" schrieb Marlene Dietrich, die einen amerikanischen Paß hatte und in Paris lebte. "Ich sage 'Gott sei Dank', weil der Berliner Humor mir mein ganzes Leben erleichtert hat und mir geholfen hat, nicht in dem Gram der Welt zu ertrinken. "

Doch als sie 1960 in die Bundesrepublik kam und auch in Berlin auftrat, wurden Stimmen laut, die sie als Vaterlandsverräterin beschimpften. Eine bittere Erfahrung. Als Deutsche hatte sie sich mitverantwortlich gefühlt für den Krieg, der von Hitler ausgelöst worden war. Sie hatte Hitler-Deutschland den Rücken gekehrt. Sie hatte sich entschlossen, aktiv im Kampf gegen Hitler mitzuhelfen. Aus Liebe zu dem anderen Deutschland hatte sie sich auf die Seite der "Feinde" gestellt. Für ihre Tapferkeit war sie von den USA, Frankreich und Israel ausgezeichnet worden. Der Weltöffentlichkeit galt sie immer als Botschafterin des besseren Deutschland. Die Haßliebe, die der Weltbürgerin aus Schöneberg auf ihrer Deutschland-Tournee entgegenschlug, traf sie tief. Doch sie tat ihre Arbeit - mit preußischer Disziplin. Am Ende, nach ihrem letzten Konzert in München, erntete sie sagenhafte 62 Vorhänge.

Das Lied-Programm der Inszenierung des AuGuSTheater Neu-Ulm

  • 1. You do something to me Cole Porter
  • 2. Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre F. Hollaender/Robert Liebmann
  • 3. Laziest girl in town Cole Porter
  • 4. Kinder, heut Abend... F.Hollaender/Robert Liebmann
  • 5. Boys in the Backroom F. Hollaender/Frank Loesser
  • 6. Lili Marleen Norbert Schultze/Hans Leip
  • Solo des Musikers
  • 7. Ich bin die fesche Lola F. Hollaender
  • 8. Wenn ich mir was wünschen dürfte F. Hollaender
  • 9. Allein in einer großen Stadt
  • 10. Johnny F. Hollaender/E. Heymann, D.Carter
  • 11. Frag nicht, warum ich gehe Robert Stolz/Walter Reisch, Armin L. Robinson
  • 12. La Vie en Rose R.S. Louiguy/Frank Eyton
- Bonus -
  • Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt F. Hollaender
  • Ich hab noch einen Koffer in Berlin Aldo von Pinelli/Ralph Siegel

SCHAUSPIEL /Glanzvolle Hommage an die Dietrich

Die Dame braucht viel Licht

"Marlene in Paris. Die Show": Erste Premiere im Theater Neu-Ulm

Sie war ein Star, eine Diva und ein Mysterium: Marlene Dietrich. Das Theater Neu-Ulm bringt in seinem Stück "Marlene in Paris. Die Show" eine glanzvolle Hommage an eine Frau, die sich ihr Sein mit dem schönen Schein erkaufte.

CHRISTINA MAYER

Licht! Die Dame braucht Licht. "Überall, wo ich stehe, soll Licht sein". Diese Anweisung eines Stars an die Beleuchter ist der rote Faden, der das ganze Leben der Marlene Dietrich durchzieht. Die Welt soll ihr zu Füßen liegen. Alle, aber auch wirklich alle, sollen zu ihr hochschauen. Die Künstlerin Marlene Dietrich sonnt sich ein ganzes Bühnenleben lang in der scheinbaren Wärme der Scheinwerfer. Aber eigentlich ist alles Fassade.

So, oder so ähnlich soll das wahre Leben der Marlene Dietrich gewesen sein, das die englische Autorin Pam Gems in dem Schauspiel "Marlene in Paris. Die Show" nachzeichnet. Das Theater Neu-Ulm - besser bekannt als AuGuS-Theater - spielt es unter der Regie von Heinz Koch. Das Stück hat zwei Teile. Da ist zunächst die Künstlerin Marlene in ihrer Garderobe vor dem Auftritt. Nach der Pause kommt die große Show, der ganze Glanz.

Aufdringliche Verehrer

George Tabori Die Szenen spielen 1959 in Paris. Es ist Marlenes erste Show in Europa nach dem ersten Weltkrieg. Vor dem Auftritt wirbelt Marlene als exaltiertes Nervenbündel durch ihre Garderobe. Nichts ist ihr recht. Die Blumen zu langweilig, die Verehrer zu aufdringlich und das Licht zu trübe. Eigenhändig wischt sie den Boden ihrer Garderobe. Was ihr von der eilfertig umherhuschenden Vivian (Astrid Roenig) die Bemerkung "Du siehst sogar in Gummihandschuhen gut aus" einbringt. Als weitere Ansprechpartnerin für eine Künstlerin, die in dieser Situation gar keine echte Ansprache gebrauchen kann, funktioniert die stumme und devote Hannah (Renate Koch) wie ein Schatten. Claudia Riese spielt die Nervosität so hitzig, wie sie sein muss. Immer kurz davor, sich tobend selber zu zerfleischen. Das wiederum würde ihr ihre große Disziplin allerdings verbieten. Dazwischen hält sie sich an den Verehrungsschreiben ihrer Verehrer wie an einem Rettungsanker fest. Aber Halt findet sie keinen. Der kommt erst im gleißenden Licht der Bühnenspots.

Auch die Zuschauer im Neu-Ulmer Theater sind beinahe geblendet von einer hinreißend schönen, eleganten und makellosen Verkörperung der Marlene Dietrich. Veronika Kahle (Kostüme) und Kerstin Kalisch (Maske) haben ganze Arbeit geleistet. Claudia Riese hat sich verwandelt. Da glitzert das körperbetonende Paillettenkleid, in dem das Licht so schön reflektiert. Darüber der weiche, schneeweiße Mantel, der die kühle Ausstrahlung der Diva in Kuschelbedürfnisse wandelt. Claudia Riese singt 14 Marlene-Songs, darunter natürlich auch die Schlager wie "Lili Marleen" und "Ich bin von Kopf bis Fuß...". Sie bringt die Songs nicht zerbrechlich wie ihr großes Vorbild, sondern einen Tick frischer, freundlicher und beschwingter. Manchmal eher rührend als mysteriös. Am Klavier agiert Tobias Wahren, den das Publikum schon von der Theaterei Herrlingen und Erbach kennt, mit der unverhohlenen Neigung zu winzigen Kapriolen.

Huldvoll nimmt die Diva den Beifall des Publikums entgegen. Ganz so, wie sie es zuvor in einer der witzigsten Garderobenszenen mit den Platzanweiserinnen geübt hat. In dem ganzen Stück blitzt das glanzlose Leben hinter der Glamour-Fassade nur ganz selten auf. So wollte es Marlene Dietrich. So spielt es Claudia Riese in ihrer rührenden und atemberaubenden Hommage.

Südwest Presse, Montag, 23. Oktober 2000



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