Theater Neu-Ulm

Richtige Adresse für "Gute Komödie" - Philosophische Märchen (nicht nur) für Kinder

Philosophische Märchen

Hier wird ganz auf die Bedürfnisse des Publikums eingegangen. Märchen wie "Hans im Glück" oder "Die Prinzessin Jaja" oder auch "Der Laßmich" führen zum Gespräch zwischen den Generationen - und die Kinder philosophieren oft besser als die "Großen", schließlich ist ja das Staunen der Anfang aller Philosophie.

Rotkäppchen und drei Kugeln im Wald

Märchenstunden mit Neu-Ulmer AuGuSTheater in Ulmer Kellergewölbe

Ulm im Dezember. Weihnachtslieder wohin man hört, und die Menschen hasten mit hochgezogenen Schultern durch Kälte und Weihnachststress. Advent im Keller der Firma Trucksäß: Im weißgetünchten Gewölbe herrscht wohlige Wärme, ein paar Stühle sind locker um eine kleine Bühne gruppiert, ein brennender Holzofen und der freundliche Empfang mit Tee oder Glühwein und Früchtebrot schaffen eine heimelige Atmosphäre.

Mit Kompromiss

An den Samstagen in der Vorweihnachtszeit finden dort Märchenstunden statt, zu denen das AuGuSTheater Neu-Ulm einlädt. Gedacht sind die Veranstaltungen als Ruheinseln in der allgemeinen Weihnachtshektik - und zwar keinesfalls nur für Kinder, ganz im Gegenteil. Darauf abgestimmt ist schon der Einstieg: Eine Szene aus dem "kleinen Prinz" von Antoine de Saint Exupéry, der von der siebenjährigen Lena-Lara Riese feinfühlig gespielt wurde. Dem anschließenden weihnachtlichen Märchen, gelesen von Claudia Riese, folgte ein Kompromiß, auf den sich das Ensemble geeinigt hat: Um weder nur neue, noch nur alte Märchen zu lesen, gab's das Grimmsche "Rotkäppchen" mit zwei modernen Variationen. Heinz Koch, in märchenhaft-schillerndem blauen Rock, spielte mehr als daß er las.

Frauen als Helden

Zuerst "Rotkäppchen zeitgenössisch" (Gudrun Pausewang), in dem ein trendy Rotkäppchen von seiner karrierebewusst- korrekten Mutter losgeschickt wird, die Großmutter zum Geburtstag mit einem Präsentkorb abzufertigen, und bei der Gelegenheit gleich noch den ersten ausgesetzten Wolf in heimischen Wäldern mittels Salami und Kaninchen aus dem Feinkostladen vor dem Hungertod bewahrt. Die zweite Variante (D.H.Wilson: "Rotkäppchen oder Wie der Wolf es gesehen hat") nutzt der "Ex-Wolf" aus seinem Wolfsparadies "Wallheula", um die Geschichte endlich einmal richtig zu stellen: In Wahrheit wollte sich der "magere, liebe Wolf" ja nur den Geschenkkorb erschleichen; als ihm Großmutter und Rotkäppchen dabei auf die Schliche kommen, erliegt er den drei Kugeln aus Großmutters "nicht lizensierter Flinte". Um als Helden dazustehen, haben die beiden Frauen daraufhin die bekannte Geschichte erfunden.

Den letzten Beweis, dass Märchen nicht nur leichte Unterhaltung für Kinder sind, lieferte Heinz Koch mit einer nachdenklich- philosophischen Geschichte, in der eine Prinzessin, die sich nicht mit vorgefertigten Antworten auf ihre vielen Fragen, diese nach langer Suche selbst findet (Kurt Laßwitz: "Prinzessin Jaja").

Die "Therapie" wirkte - die meisten Besucher nahmen sich nach dem Ende der Lesung noch ein paar Minuten Zeit, um bei einer weiteren Tasse Früchtetee oder einer Scheibe Hutzelbrot am Kaminofen zu sitzen.Und die, die gingen, hatten wenigstens für eine Stunde Trubel, Stress und Hektik vergessen.

Stefanie Plappert, Neu-Ulmer Zeitung, 9. Dezember 1998

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Dauer-Angebot für Schulklassen:

"Miriam ganz in Schwarz"

Miriam ganz in SchwarzDas Stück (hier eine einfühlsame Rezension von Dagmar Hub in der Neu-Ulmer Zeitung) soll in Schulen aufgeführt werden. Interessenten mailen an "Miriam ganz in Schwarz"

"Miriam, ganz in Schwarz"; von Jörg Menke-Peitzmeyer handelt von der neu in die Klasse gekommenen Mitschülerin Miriam (gespielt von Melanie Schmidt, Foto), die mehrmals im Monat auf Beerdigungen fremder Menschen geht. Da sie weiß, dass dies nicht 'normal' ist, versucht sie, ihren Zuhörern zu vermitteln, warum sie die tut und was es ihr gibt.

Miriam weiß nicht, wie sie ihre Lust auf Beerdigungen bezeichnen soll: Lust / Laster / Ritual / Hobby/ Zwang? Und was ist Sie? Eine Süchtige? Eine Verrückte? Eine Täterin? Jedenfalls mischt sich Miriam unter die Trauergemeinde und manchmal weint sie sogar mit. Und sie weiß schnell, ob der/ die Verstorbene geliebt wurde oder nicht.

In "guten" Monaten kommt die Schülerin auf acht Beerdigungen und schafft sich so ihren ganz eigenen Ausgleich zum Alltag. Für Miriam steht fest: Das Schönste ist immer das Singen!

Fürs junge Publikum gut nachvollziehbar, setzt Miriam sich mit den Themen Tod, Vergänglichkeit, mit ihren Gefühlen, die sie sonst zu verbergen sucht, sowie mit Klischées ihrer Altersgruppe auseinander.


(Nur) wenn sie will, kann sie so schwäbeln wie sonst keine kann.

Top-Actrice Claudia Riese







Ich bin die Josi

Kooperation mit Josi

Das Theater Neu-Ulm und das Café Josi kooperieren auch in der Spielzeit 2018/19. Zum Beispiel feiern wir da, eingeladen vom Inhaber-Ehepaar (!), unsere Premieren. Das waren schon in der letzten Spielzeit sehr vergnügliche Treffs des Publikums mit unseren Bühnen-Künstlern.

Unsere Theaterkarten haben im Zuge dieser Kooperation einen zusätzlichen Wert - siehe Aufdruck (aufs Bild klicken).

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