Theater Neu-Ulm

Richtige Adresse für "Gute Komödie" - "Erotisch? Aber ja!", ein Lustspiel von Heinrich Otto

„Erotisch? Aber ja!" - Dieser Titel ist unzweideutig: Es geht um Erotisches, um Stellen in Romanen, um Liebesbriefe, um Kurtisanen und Aphrodisiaka - alles in allem eine lose Folge! Im wahrsten Sinne des Wortes lose. Es ist ein Versuch, auf unkonventionelle und unprätentiöse Art zeitgenössisches (auf die Zeiten reagierendes) Theater zu machen.

Zweeinhalb Frauen, nämlich Claudia Riese, Carolin Gutting, und Heinz "Henriette Miller" Koch , unterstützt vom Quotenmann Ben Samuel, bringen Texte und Lieder. Am Klavier sitzt Alfred Zoller. Mit von der Partie sind außerdem Birgit Braier und Anita Baumann.



Kultur / Erneut 200 Besucher beim AuGuS-Theater in Balzheim

Erotisches am Vormittag

Dass Erotik nicht bedeutet, alles zu zeigen und alles zu sagen, sondern die Fantasie anzuregen und ihr den nötigen Spielraum zu geben, hat das Neu-Ulmer AuGuS-Theater in seiner dritten Matinee im Rahmen des Kleinen Kulturprogramms der Stiftung Oberbalzheim auf amüsante Art bewiesen.

HARALD KÄCHLER

Balzheim· Den 200 Zuschauern in der Oberbalzheimer Stiftungshalle war optisch einiges geboten: Alfred Zoller im giftgrünen Frack am Klavier, Claudia Riese mit tiefem Dekolletee und schließlich Heinz Koch als Vamp - ungewohnte Einblicke im Kleinen Kulturprogramm. "Erotisch? Aber ja!!'' - so der Titel des einstündigen Programms mit erotischen Liedern und Texten. Zunächst mit deutschen Evergreens wie "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt'', von Claudia Riese gekonnt lasziv mit Luderblick und -pose vorgetragen, und "Jede Frau hat ein süßes Geheimnis'', von Heinz Koch mit köstlicher Unschuldsmiene interpretiert.

Ins stilechte Mikrofon der 50-er-Jahre hauchte und gurrte Carolin Gutting mit Hüftschwung in Marylin-Monroe-Manier, unter anderem die legendären Songs "Touch me'' und "Big spender'' - eine starke Leistung.

Eben jene Carolin Gutting brillierte außerdem in der Rolle der im wahrsten Sinne des Wortes zugeknöpften und verklemmten Ehefrau aus konservativem Hause: "Ich möcht so gern ... doch ich bin verflucht und zugenäht.'' Doch plötzlich brach das wahre Ich durch, der Mantel flog auf und schwarze Dessous kamen zum Vorschein.

Freilich beließ das AuGuS-Theater das Balzheimer Publikum nicht seiner passiven Zuschauerrolle, sondern übte mit ihm den "Erotik-Kurs für Anfänger und Fortgeschrittene''. Und die Balzheimer fanden durchaus Spaß an ihrer Mit-Mach-Rolle und hauchten zum Schluss die "Butterbrezel'' mit ausgefahrener Zunge. Mit Seufzen und Stöhnen sollten die Zuschauer Antwort geben auf ihre erotischen Vorlieben¸ Heinz Koch wertete die Geräusche augenzwinkernd aus.

Welch unterschwellige Erotik Literaturwissenschaftler in Wilhelm Buschs Geschichten zu erkennen glauben, zeigte Koch am Beispiel der "frommen Helene'' und dem "Vetter Franz''. Erotische Abenteuer der jungen Generation erzählte Ben Samuel locker-flapsig mit seiner Version des "Irischen Tagebuchs''.

Illertalbote, Mittwoch, 6. Februar 02


Premiere / "Erotisch? Aber ja!" im Theater Neu-Ulm

Henriettes aufgebrezelte Damen



Pikante Romanstellen, anzügliche Songs und lasterhafte Texte komponiert das Theater Neu-Ulm unter dem Titel " ¸Erotisch? Aber ja!'' zu einem anregenden Abend.

CHRISTINA MAYER

Nun gut, erschrecken oder erröten muss niemand. Auch wenn der Höhepunkt des erotischen Abends eine Stöhnübung in Sachen Höhepunkt ist, überschreitet das Programm "Erotisch? Aber ja!'' keine noch so engen Grenzen von Anstand und Moral. Was schade ist.

Aber keine Angst, meine Herren, Anstandsdamen sind es trotzdem nicht, die da im durchsichtigen Plastikfummel die Lippen schürzen und die Beine spreizen. Naturgemäß spielt sich ein erotischer Abend unterhalb der Gürtellinie ab. Genau dorthin zielt das Programm unter der Regie von Claudia Riese. In ¸¸Erotisch? Aber ja!'' geht es um Sex, um den Koitus und um den Kerl - meist den miesen.

Liszts "Liebestraum'', von Alfred Zoller am Klavier gespielt, eröffnete perlend den Abend. Nach diesem musikalischen Prosecco erschien Heinz Koch als tuntige Tante und erreichte mit bloßer Präsenz ein Maximum an Effekt. Dagegen mussten sich die Damen erst mal abstrampeln, um sich Lorbeeren zu verdienen. Matronenhaft über den Brillenrand vorlesend, im langen Samtabendkleid, war Kochs "Henriette'' das wohlig weiche Gegenstück zu den aufgebrezelten Damen. Henriettes lange Wimpern schienen umflort von tiefen Einblicken in die Erotik, was wirklich extrem lustig war. Mit behäbiger Eleganz führte sie auch die Publikumsbefragung durch. Mittels unterschiedlicher Stöhnlaute darf das Publikum bei der Textauswahl mit entscheiden.

Drei Schauspielerinnen bestreiten den erotischen Abend. Da ist Tosca-Maria Felle, die zu ellenlangen Beinen genau so lange schwarze Haare trägt. Ihre Natur aber ist "blond''. In einem schmollenden Sehnsuchts-Solo erzählt sie die Geschichte über das "solariengebräunte Arschloch'', das sie in Grund und Boden gesülzt habe. Ein breites, g'schertes Bayerisch gibt's als Sahnehäubchen obendrauf.

Carolin Gutting verkörpert den singenden roten Wirbelwind und kümmert sich als Animateurin um die Lockerung der Zuschauer-Gesichtsmuskeln. Diese Raubkatzenerotik sprang den Männern zumindest verbal direkt an den Hals. Tine Riese zeigte als Fitnesstrainerin den Weg zum perfekt inszenierten Orgasmus.

Aber was an dem Abend fehlte, war nicht nur ein Programmheft. Es war die deftige, schwitzende und busenpralle Erotik, in der es wogend zur Sache geht. Stattdessen stöckelten flippige Weibsen zwischen Bistrotischchen, Sofa und Mikrophon. Aber so ein Abend ist halt wie die Erotik im richtigen Leben. Nicht immer kriegt man auch alles, was man sich wünscht.

Südwest Presse, Samstag, 24. November 2001

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Dauer-Angebot für Schulklassen:

"Miriam ganz in Schwarz"

Miriam ganz in SchwarzDas Stück (hier eine einfühlsame Rezension von Dagmar Hub in der Neu-Ulmer Zeitung) soll in Schulen aufgeführt werden. Interessenten mailen an "Miriam ganz in Schwarz"

"Miriam, ganz in Schwarz"; von Jörg Menke-Peitzmeyer handelt von der neu in die Klasse gekommenen Mitschülerin Miriam (gespielt von Melanie Schmidt, Foto), die mehrmals im Monat auf Beerdigungen fremder Menschen geht. Da sie weiß, dass dies nicht 'normal' ist, versucht sie, ihren Zuhörern zu vermitteln, warum sie die tut und was es ihr gibt.

Miriam weiß nicht, wie sie ihre Lust auf Beerdigungen bezeichnen soll: Lust / Laster / Ritual / Hobby/ Zwang? Und was ist Sie? Eine Süchtige? Eine Verrückte? Eine Täterin? Jedenfalls mischt sich Miriam unter die Trauergemeinde und manchmal weint sie sogar mit. Und sie weiß schnell, ob der/ die Verstorbene geliebt wurde oder nicht.

In "guten" Monaten kommt die Schülerin auf acht Beerdigungen und schafft sich so ihren ganz eigenen Ausgleich zum Alltag. Für Miriam steht fest: Das Schönste ist immer das Singen!

Fürs junge Publikum gut nachvollziehbar, setzt Miriam sich mit den Themen Tod, Vergänglichkeit, mit ihren Gefühlen, die sie sonst zu verbergen sucht, sowie mit Klischées ihrer Altersgruppe auseinander.


(Nur) wenn sie will, kann sie so schwäbeln wie sonst keine kann.

Top-Actrice Claudia Riese







Ich bin die Josi

Kooperation mit Josi

Das Theater Neu-Ulm und das Café Josi kooperieren auch in der Spielzeit 2018/19. Zum Beispiel feiern wir da, eingeladen vom Inhaber-Ehepaar (!), unsere Premieren. Das waren schon in der letzten Spielzeit sehr vergnügliche Treffs des Publikums mit unseren Bühnen-Künstlern.

Unsere Theaterkarten haben im Zuge dieser Kooperation einen zusätzlichen Wert - siehe Aufdruck (aufs Bild klicken).

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