Theater Neu-Ulm

Neu-Ulms einzig{artig}e Profibühne >>> "Die Wunderübung" von Daniel Glattauer



Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlags-GmbH, Wien

Premiere: Freitag, 03. November 2017


Besetzung:



Heinz Koch

Heinz Koch
(Berater)


Thomas Koch

Thomas Koch
(Valentin)




Kornelia Kirwald
(Joana)


Claudia Riese

Regie / Ausstattung:
Claudia Riese

Der Autor Daniel Glattauer zu seinem Stück:

Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte ganz bestimmt nicht – wenn er ihr Paartherapeut ist. Die Idee für Die Wunderübung ist mir während meines kürzlich absolvierten Studiums zum "Psychosozialen Berater" gekommen. Da war die Arbeit mit krisengeschüttelten Partnern ein großes Thema. Mittendrin bekam ich Lust, mich diesem Stoff auf komödiantische Weise anzunähern. Nun steht die turbulente Therapiestunde auf der Bühne. Für die Zuseher gibt es, so denke ich, großen Wiedererkennungswert, auch für jene, die selbst vielleicht eher konfliktscheu sind. Denn die Mechanismen des Ehestreits mit der spezifischen Rollenverteilung - sie stichelt, er fährt drüber - sind uns im Alltag bestens vertraut und haben sich über die Generationen wenig verändert. Der polemische Kleinkrieg der Worte ist geradezu ein Volkssport. "Mein" Ehepaar Joana und Valentin Dorek erhebt ihn zur olympischen Disziplin.

Mehr Fotos im frei zugänglichen facebook-Album.

Publikumsstimmen:

"Danke für ein en schönen Abend. War klasse wie immer. Sonja Dehn und Gerhard Heiler"

"Vielen Dank für den unterhaltsamen Abend! Klasse Leistung! Liebe Grüße aus München. Christine"

Mehr in unserem blog Publikumsstimmen

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Die Südwest Presse schreibt:

"Claudia Rieses Inszenierung fesselt, auch dank des Trios aus glaubwürdigen Vollblutschauspielern."

Die komplette Rezension hier

Die Neu-Ulmer Zeitung schreibt:

"'Die Wunderübung' ist in der Regie von Claudia Riese ein rundum empfehlenswertes Stück."

Die komplette Rezension hier








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Spielstätte / Theaterkasse: Hermann-Köhl-Str. 3




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Zu obigem Bild:

Heinz: Übrigens: Corona hat mich resozialisiert. Früher, vor Corona, hatte ich, wenn Weihnachten zu feiern war oder Silvester oder irgendein Familienfest, immer die Ausrede: "Ich hab Auftritt". Und dann kam Corona, lockdown. Die Ausrede war unnötig. Da war ich plötzlich in die Gesellschaft re-integriert. Alle waren zu Hause.

Alle hatten Mattscheibe.

Krimis, Krimis, Krimis, Mord und Totschlag. Am laufenden Band, in Wiederholungsschleife. Jeden Abend. Ab und zu ne Ministerpräsidentenrunde zur Pandemie-Entwicklung. Inzidenzen, r-Werte und zwischendurch wie Kai aus der Kiste: Karl, der ewige Karl. Der Lauterbach hatte ja zu allem und jedem was zu schwätzen. Sogar bei Bild-TV und in der Kebekus-Show trat der auf. Jetzt wird kolportiert, er macht demnächst auch noch das Wort zum Sonntag.

Und dann hauptsächlich immer wieder Morde überall. Pro Kopf die Höchst-Rate offenbar in Rosenheim. Jeden Dienstagmorgen: "Mir habet ene Laich." Und am Abend ist die dann im Vorprogramm des ZDF, zwischen Bett1.de, Kijimea pro, Tebonin und dem Lacalut-"Ich hab nur zwei Probleme"-Typ.

Am Bodensee wird ja immer montags gemordet. Aber Reise-Warnungen gibt es auch für Stralsund, Wismar oder Leipzig. Bad Tölz ist inzwischen wohl clean, Mord-Inzidenz gegen Null. Vermutlich nur scheinbar, da ist bloß der Bulle in Rente gegangen.

Mal so nebenbei: Wie viele Kripoleute ich im lockdown per Glotze kennengelernt habe, das geht auf keine Kuhhaut, von A wie Ainfachnur aus München bis Z wie Zielonka aus Hengasch.

Und dann passiert eines Abends was Unvorhergesehenes:

Wir sitzen da so traut auf’m Sofa, die vierte Wiederholung irgendeines uralt-Barnabys soll kommen, da ist der Bildschirm plötzlich schwarz.

(Krimi-Trailer – bricht plötzlich ab, Heinz fummelt ein wenig mit der Fernbedienung, kein Ergebnis)

Heinz: (schaut auf sein Smartphone, lacht): Das ist ja witzig.
Claudia: (schaut auf ihr iPhone, murmelt abwesend) Was denn?
Heinz: Das ist echt zu witzig. Dieser Clip. Könnt mich kringeln
Claudia: Dann zeig doch mal.
Heinz: Geduld! Ich schick's Dir gleich rüber.