Theater Neu-Ulm

Richtige Adresse für "Gute Komödie" - "Penny Lane" - aktuelles Stück von Gabriel Barylli

Premiere: Donnerstag, 04. November 2010
Monodrama (60 Minuten, keine Pause)


Cast:

Heide Hoffmann
Susanna: Heide Hoffmann

Regie: Oliver Zimmer
Bilder von der Premiere,

fotografiert von

Martina Dach.
Die beiden Zeitungen schreiben nach der Premiere:

Traummänner und Albträume

"Penny Lane"? Da ist ein Song der Beatles, so heißt aber auch Gabriel Baryllis Stück, das jetzt im Augus-Theater Premiere hatte. Eine Geschichte über Einsamkeit, gescheiterte Beziehungen und virtuelle Partnersuche.

Die Frau monologisiert, redet scheinbar mit sich selbst. An ihrer Wange klebt allerdings ein Headset. Ein paar Meter weiter steht ein Laptop. Der erste Schein trügt, die Enddreißigerin Susanna führt keine Selbstgespräche, sie diktiert ihrem Textverarbeitungsprogramm, was sie ihrer Freundin Isabelle per Chat und Internet mitteilen will: verflossene Liebschaften, Erfahrungen und Sehnsüchte. Das tut Susanna mit Verve, und die mitdiktierten Satzzeichen unterstreichen das noch.

Sie gibt sich tough, beherrscht die Technik, hat vordergründig alles unter Kontrolle. Doch die vorgespielte Leichtigkeit ist nur Fassade. Ihr Ex-Freund Peter war "zu verwirrt" für eine Beziehung, wie Susanna selbst sagt. Er hat sie nicht ernstgenommen. Diese ganzen Brad Pitts und Jude Laws aus dem Netz hingegen lassen dort ihren sexuellen Vorlieben freien Lauf. Der eine wünscht sich eine "geile Pannenstreifensklavin", der nächste zeigt eindeutige Anzeichen von Fütterwahn. Susanna ist verzweifelt. Sie hat Angst vor dem Alleinsein und erneuten Enttäuschungen.

Gespielt wird diese Susanna von Heide Hoffmann, die derzeit im Augus-Theater auch als Patricia in "Venedig im Schnee" zu sehen ist. Sie hat die Inszenierung Oliver Zimmers vom Torturmtheater in Sommerhausen mitgebracht.

Heide Hoffmann spielt überzeugend, emotional und gibt der Protagonistin Authentizität. Dem Autor Gabriel Barylli, der unter anderem auch "Butterbrot" und "Honigmond" schrieb, ist mit "Penny Lane" ein Stück gelungen, das unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Es warnt nicht nur vor falschen Traummännern im Netz sondern zeigt auch ein Dasein, das es abseits von virtuellen Träumen im wirklichen Leben zuhauf gibt.

Karen Kustermann,
Südwest Presse, 6. November 2010


Einsame Ausrufezeichen

Der Monolog "Penny Lane" im Neu-Ulmer AuGuSTheater

Neu-Ulm.
Sind das die Segnungen der Technik? "Ausrufezeichen!", befiehlt Susanna ihrem Computer. "Ausrufezeichen! Ausrufezeichen!" Es sind wichtige Dinge, die sie ihrer Freundin lsabel mitteilen will, und die sie doch nur ins Nichts diktiert. Denn telefonieren darf oder will lsabel nicht mehr mit Susanna, die an der Männerwelt leidet.

Das Ein-Personen-Stück "Penny Lane" von Gabriel Barylli ist eher zufällig auf dem Spielplan des Neu-Ulmer AuGuSTheaters gelandet: Darstellerin Heide Hoffmann wurde zunächst nur für "Venedig im Schnee" engagiert. "Penny Lane", benannt nach dem Beatles-Song, der später im Stück noch eine Rolle spielen wird, brachte sie praktisch mit. 2008 spielte sie den 70-Minu-ten-Monolog (Regie: Oliver Zimmer) schon im Torturmtheater Sommerhausen.

Und nach etwas steifem Anfang merkt man Hoffmann an, dass sie mit der Rolle noch gut vertraut ist. Gut gelingt es ihr, nach dem eher komödiantischen Auftakt die Zerbrochenheit der Figur zu verkörpern: Denn auch auf Männersuche begibt sich Susanna nur noch übers Internet - und findet doch nur Freaks. Etwa den süßen Richard, der seine "Gretel" gerne fett gemästet gehabt hätte.

"Penny Lane" ist ein Stück über Einsamkeit in der vernetzten Welt, deren Kinder eben doch nur allem vor dem Rechner sitzen. Ein Stück, das nachdenkliche Unterhaltung bringt. Dafür gab es bei der Premiere großen Applaus.

M. Golling
Neu-Ulmer Zeitung, 6. November 2010



   

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Dauer-Angebot für Schulklassen:

"Miriam ganz in Schwarz"

Miriam ganz in SchwarzDas Stück (hier eine einfühlsame Rezension von Dagmar Hub in der Neu-Ulmer Zeitung) soll in Schulen aufgeführt werden. Interessenten mailen an "Miriam ganz in Schwarz"

"Miriam, ganz in Schwarz"; von Jörg Menke-Peitzmeyer handelt von der neu in die Klasse gekommenen Mitschülerin Miriam (gespielt von Melanie Schmidt, Foto), die mehrmals im Monat auf Beerdigungen fremder Menschen geht. Da sie weiß, dass dies nicht 'normal' ist, versucht sie, ihren Zuhörern zu vermitteln, warum sie die tut und was es ihr gibt.

Miriam weiß nicht, wie sie ihre Lust auf Beerdigungen bezeichnen soll: Lust / Laster / Ritual / Hobby/ Zwang? Und was ist Sie? Eine Süchtige? Eine Verrückte? Eine Täterin? Jedenfalls mischt sich Miriam unter die Trauergemeinde und manchmal weint sie sogar mit. Und sie weiß schnell, ob der/ die Verstorbene geliebt wurde oder nicht.

In "guten" Monaten kommt die Schülerin auf acht Beerdigungen und schafft sich so ihren ganz eigenen Ausgleich zum Alltag. Für Miriam steht fest: Das Schönste ist immer das Singen!

Fürs junge Publikum gut nachvollziehbar, setzt Miriam sich mit den Themen Tod, Vergänglichkeit, mit ihren Gefühlen, die sie sonst zu verbergen sucht, sowie mit Klischées ihrer Altersgruppe auseinander.


(Nur) wenn sie will, kann sie so schwäbeln wie sonst keine kann.

Top-Actrice Claudia Riese







Ich bin die Josi

Kooperation mit Josi

Das Theater Neu-Ulm und das Café Josi kooperieren auch in der Spielzeit 2018/19. Zum Beispiel feiern wir da, eingeladen vom Inhaber-Ehepaar (!), unsere Premieren. Das waren schon in der letzten Spielzeit sehr vergnügliche Treffs des Publikums mit unseren Bühnen-Künstlern.

Unsere Theaterkarten haben im Zuge dieser Kooperation einen zusätzlichen Wert - siehe Aufdruck (aufs Bild klicken).

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