Theater Neu-Ulm

Neu-Ulms einzig{artig}e Profibühne >>> "Novecento - die Lende vom Ozeanpianisten" von Alessandro Barrico

Heinz Koch in Novecento 

Von Alessandro Baricco, dt. Übersetzung: Erika Cristiani
Premiere: Freitag, 03. April 2009

Regie und Ausstattung: Claudia Riese
Es spielt: Heinz Koch
Technik: Dieter Jentzsch


Novecento-Bühne Novecento-Bühne Novecento-Bühne Novecento-Bühne Novecento-Bühne Novecento-Bühne

"Novecento":

  • ist der Name des besten Pianisten, der je auf dem Ozean gespielt hat (sein voller Name Danny Boodmann T. D. Lemon Novecento)

  • Seine Lebensgeschichte ("Die Legende vom Ozeanpianisten") ist die Geschichte eines außergewöhnlichen Helden, verrückt, genau betrachtet, aber schön.

  • Erzählt wird uns diese Geschichte von Novecentos bestem Freund, dem Trompeter Tim Tooney, in einer Gratwanderung zwischen Melancholie und lebensklugem Witz.

  • Sie gehört zu den Geschichten, die man so schnell nicht vergisst. Es ist eine der großen europäischen Geschichten.

  • Diese Legende vom Ozeanpianisten Novecento läßt uns die Welt mit anderen Augen sehen, eröffnet uns neue Welten. Sie ist geeignet für alle, die Augen haben zu sehen, und die Ohren haben zu hören.

  • Novecento hat uns tatsächlich etwas sehr Bedenkenswertes zu sagen - ohne Fingerzeig und Besserwisserei! Seine Idee von Leben ist ein Gegenentwurf zu dem, was uns in die derzeitige weltweite Krise geführt hat, und passt somit ideal in unsere Zeit.

Publikumsstimmen:

"Wir wollen auch auf einem Ozeanriesen leben!!! Fehlen würde uns nur `ne DS! Wenn überhaupt... Danke für ein Super Theatererlebnis Antje Blüm und Stephan Borowski (22. Mai 2009)

"Eine bemerkenswerte Geschichte, sehr einfühlsam und melancholisch erzählt und mit Filmausschnitten wunderbar untermalt...." Veronika Simmendinger (18. April 2009)

"Es war ein kleines Kunstwerk, alle Achtung! Ich kannte das Stück von einem Hörbuch." Sigrid Sander (17. April 2009)

"Die Legende vom Ozeanpianisten - Novecento: intensiv, beeindruckend gespielt, einfach großartig! zwei unleserliche Unterschriften (17. April 2009)

"Liebes AuGuSTheater-Ensemble, vielen lieben Dank für den schönen Abend! Wir, die Niethammers aus Augsburg, haben uns sehr amüsiert und werden in Zukunft wieder zu Ihrem treuen Zuschauerstamm zählen, zu dem wir in den letzten Jahren leider nicht zählen konnten. Nochmals vielen Dank, alles Gute und bis bald. Das Stück mit Ihnen, Herr Koch, war Klasse. Marlies Niethammer, Daniel Elias Niethammer, Barbara Sedlmeier (17. April 2009)

Presse-Rezensionen:

Modernes Märchen zum Geburtstag

Von Florian L. Arnold / Neu-Ulmer Zeitung, Montag, 6. April 2009

Neu-Ulm Es ist Alessandro Bariccos bislang größer Erfolg: „Novecento“, als „Ozeanpianist“ von Giuseppe Tornatore verfilmt und auf Theaterbühnen in der ganzen Welt mit viel Erfolg aufgeführt. Heinz Koch vom Neu-Ulmer AuGuS-Theater sah vor Jahren eine Inszenierung des Berliner Schlosspark-Ensembles - und seitdem ging ihm der Stoff nicht mehr aus dem Kopf.

Sie ist auch zu reizvoll, diese poetisch-melancholische Geschichte des Meisterpianisten Danny Boodman T. D. Lemon Novecento, der 1900 auf einem Ozeandampfer geboren wird - und diesen sein Leben lang niemals verlässt. Novecento wird von seinen Eltern auf dem Ozeandampfer zurückgelassen und wächst dort auf, vom Kapitän und der Mannschaft umsorgt. Er lernt - keiner weiß, wie - das Klavierspiel und besitzt die Gabe, „Dinge zu spielen, die es nie zuvor gab“. So duelliert sich der Ozeanpianist mit dem „Erfinder des Jazz“, Jelly Roll Morton. Das Duell entscheidet Novecento für sich. Alles scheint diesem Glückskind zu gelingen - nur die große Liebe kann er nicht finden.

Heinz Koch spielt diese poetische Geschichte als literarisches Erzähltheater. Seine Rolle: Tim Tooney, der Trompeter, der Novecentos Geschichte erzählt - bis zum bitteren Ende. Auf der kleinen Studio-Bühne, die als Bar dekoriert ist, entspinnt sich diese zauberhafte Legende, die Koch mit Verve umsetzt.

Es war ein Herzensanliegen - und ein Geschenk zum 15-jährigen Bestehen des AuGuS-Theaters, das mit dieser Premiere sich und sein Publikum feierte. Manchmal, resümierte Claudia Riese unlängst, habe sie nicht geglaubt, ein solches Jubiläum in Neu-Ulm feiern zu können. Gerade in Zeiten von Arbeitslosigkeit und Krisen muss sich ein kleines Theater erfinderisch zeigen und mit verschiedensten Ideen sein Publikum gewinnen. Das ist mit der kürzlich wieder aufgenommenen Revue „Machos, Memmen und Mimosen“ gelungen, mit „Novecento“, das sich eher an ein literarisch interessiertes Publikum wendet, kann es gelingen.

Bariccos „Novecento“ hält die Balance zwischen ernst und heiter, mit vielen liebenswert-skurrilen Momenten. Das lässt sich sowohl als moderne Fabel oder als Tragikkomödie auffassen. „Wir haben oft heitere Stücke gemacht, schreiben ja selber auch eher heitere Stücke“, erzählt Heinz Koch. „Darum wollte ich jetzt gerne etwas Ernstes machen“.

... Seine Leistung, dieses doch recht umfangreiche Manuskript mit seinen Wendungen packend zu erzählen, wurde vom Publikum mit Applaus anerkannt.

Im Anschluss wurde gefeiert: 15 Jahre AuGuS-Theater, 15 Jahre voller heiterer, manchmal auch ernster Momente. Wie eben das Leben so spielt - auf und hinter der Bühne.



Ein Anekdotenreigen an der Theke

Von Uli Landthaler / Südwest Presse, Montag, 6. April 2009

Heinz Koch erzählt am Augus-Theater Neu-Ulm die Legende vom Ozeanpianisten



Das Theater Neu-Ulm spielt "Novecento - die Geschichte vom Ozeanpianisten." Eine willkommene Abwechslung zum gewohnten Boulevard.

Diese "Legende vom Ozeanpianisten" ist ein dankbarer, aber auch herausfordernder Theaterstoff für eine Kleinbühne.... Die Geschichte besitzt ja auch eine eigentümliche Faszination. Novecento ... wird das Findelkind genannt, das 1900 im Erste-Klasse-Salon eines Ozeandampfers gefunden wird - abgelegt in einer Zitronenkiste auf dem Konzertflügel. Der Junge wird von der Schiffsbesatzung adoptiert und wächst zum legendären Ragtime-Pianisten der Bordkapelle heran, der das Schiff Zeit seines Lebens nicht verlässt.

Novecentos bester Freund, der Trompeter Tim Tooney, gespielt von Heinz Koch, ist die Bühnenfigur, die in einem ausgedehnten Monolog die Lebensgeschichte des Ozeanpianisten erzählt: Der Mann, der den Ragtime spielt und der sich im Dampfer auch auf sturmgepeitschter See so elegant bewegt, als hätte er Schienen unter den Füßen.

Nur Monolog, kaum Kulisse, dann und wann eine Musikeinspielung: Die fein nuancierte Erzählung, gemächlich und melancholisch wie eine Ozeanüberquerung auf dem Linienschiff, ist eine Herausforderung für den Schauspieler. Die Regie hat kaum Möglichkeiten, ihm Hilfestellung zu leisten. In der Neu-Ulmer Inszenierung steht der Erzähler an der Bar; auf einer Leinwand eingespielte Bilder und Videos (Regie: Claudia Riese) sollen Ozean-Assoziationen wecken.

Heinz Koch als Tim Tooney ist kein Melancholiker - er plaudert an der Bar über Novecentos Leben, so wie man einem Bekannten an der Theke eine aufregende Geschichte berichtet. Im munteren Erzählton werden die Erlebnisse mit dem Ozeanpianisten zum Anekdotenreigen. Im Publikum wird geschmunzelt, vereinzelt sogar gelacht... nahm Koch mit fortlaufender Dauer sichere Fahrt auf, steuerte mit Garderobenwechseln und variantenreichem Erzählton pointiert durchs Geschehen und segelte mit konstantem Tempo ins Ziel: Ein gelungener Versuch der Neu-Ulmer,... mit Erzähltheater... eine Abwechslung zum sonst vorherrschenden Bühnen-Boulevard zu bieten - von den Besuchern mit langem Applaus belohnt.

Problematisch ist allerdings ein spezieller Regie-Kniff, bei dem die Bühne dann doch ins Boulevard zurückstolpert. Bei mehreren Episoden, etwa dem Pianisten-Duell, wird der Erzähler durch eine Video-Einspielung ersetzt: Ausschnitte aus der 1999 gedrehten, opulenten Verfilmung des Stoffs mit Tim Roth als Novecento. Das steigert den Unterhaltungswert, reißt aber die Zuschauer brachial aus ihrer Vorstellungswelt, das Kopf- wird vom Realkino beiseite geschoben. Ausgerechnet bei den Schlüsselszenen macht das Theater nichts anderes, als seiner eigenen Suggestionskraft zu misstrauen.




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Zu obigem Bild:

Heinz: Übrigens: Corona hat mich resozialisiert. Früher, vor Corona, hatte ich, wenn Weihnachten zu feiern war oder Silvester oder irgendein Familienfest, immer die Ausrede: "Ich hab Auftritt". Und dann kam Corona, lockdown. Die Ausrede war unnötig. Da war ich plötzlich in die Gesellschaft re-integriert. Alle waren zu Hause.

Alle hatten Mattscheibe.

Krimis, Krimis, Krimis, Mord und Totschlag. Am laufenden Band, in Wiederholungsschleife. Jeden Abend. Ab und zu ne Ministerpräsidentenrunde zur Pandemie-Entwicklung. Inzidenzen, r-Werte und zwischendurch wie Kai aus der Kiste: Karl, der ewige Karl. Der Lauterbach hatte ja zu allem und jedem was zu schwätzen. Sogar bei Bild-TV und in der Kebekus-Show trat der auf. Jetzt wird kolportiert, er macht demnächst auch noch das Wort zum Sonntag.

Und dann hauptsächlich immer wieder Morde überall. Pro Kopf die Höchst-Rate offenbar in Rosenheim. Jeden Dienstagmorgen: "Mir habet ene Laich." Und am Abend ist die dann im Vorprogramm des ZDF, zwischen Bett1.de, Kijimea pro, Tebonin und dem Lacalut-"Ich hab nur zwei Probleme"-Typ.

Am Bodensee wird ja immer montags gemordet. Aber Reise-Warnungen gibt es auch für Stralsund, Wismar oder Leipzig. Bad Tölz ist inzwischen wohl clean, Mord-Inzidenz gegen Null. Vermutlich nur scheinbar, da ist bloß der Bulle in Rente gegangen.

Mal so nebenbei: Wie viele Kripoleute ich im lockdown per Glotze kennengelernt habe, das geht auf keine Kuhhaut, von A wie Ainfachnur aus München bis Z wie Zielonka aus Hengasch.

Und dann passiert eines Abends was Unvorhergesehenes:

Wir sitzen da so traut auf’m Sofa, die vierte Wiederholung irgendeines uralt-Barnabys soll kommen, da ist der Bildschirm plötzlich schwarz.

(Krimi-Trailer – bricht plötzlich ab, Heinz fummelt ein wenig mit der Fernbedienung, kein Ergebnis)

Heinz: (schaut auf sein Smartphone, lacht): Das ist ja witzig.
Claudia: (schaut auf ihr iPhone, murmelt abwesend) Was denn?
Heinz: Das ist echt zu witzig. Dieser Clip. Könnt mich kringeln
Claudia: Dann zeig doch mal.
Heinz: Geduld! Ich schick's Dir gleich rüber.