Theater Neu-Ulm
Die kleine Komödie am Petrusplatz - "Liebe & andre Katastrofen für Fortgeschrittene" - Farce von Riese & Ko
Claudia Riese und Heinz Koch


"Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen ???"

DIESE Frage haben "Riese & Ko" längst abgehakt.

Nach 25 Jahren "Liebe & andre Katastrofen Teil I" ist klar:

Deckungsgleichheit der Interessen von Mann und Frau sind so selten wie eine totale Sonnenfinsternis - die erlebt man auch höchstens einmal im Leben.

Aus solchen und anderen Erkenntnissen lebt

"Liebe & andre Katastrofen Teil II. Für Fortgeschrittene"

Und da erfahrungsgemäß nach den ersten von Leidenschaft dominierten Jahren immer weniger mit Eifer gesucht wird, was Leiden schafft, spielt in diesem Programm nicht nur das Kuschelhormon eine Rolle, sondern man registriert auch wieder, welche Katastrofen außerhalb der Beziehungskiste ablaufen.

Folglich begegnen Sie in "Liebe & andre Katastrofen Teil II. Für Fortgeschrittene":

  • Flörchen und Karl-Heinz bei ihrem katastrofalen Versuch, gemeinsam Schuhe kaufen zu wollen;
  • der berühmten Luise Häberle und ihrem katastrofalen Umgang mit Männern;
  • der Katastrofe pur in der Figur des Nachruheständlers Oberstleutnant a. D. von Kellinghusen als Vertreter des wg. TV-Verpflichtung verhinderten Kommunikationsoffiziers Oberstleutnant von Sanftleben;
  • sowie der Barfrau Ellen, dem Crooner Johnny sowie anderen Helden des Alltags, die sich durch manche Katastrofe fuscheln.
Zum Beispiel bei der Suche nach einer Antwort auf Fragen wie:

  • Woher weiß mann, was sie mag
  • Hat Schiller tatsächlich recht mit seiner Behauptung: "Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang."?
  • Warum braucht der Mann einen Hund ???
  • Warun hat die Frau immer recht, wenn sie sagt: "Du liebst mich nicht genug!" ???
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Publikumsstimmen

Claudia

Claudia




Claudia Heinz Koch "Der Mensch zerfällt in zwei Teile: einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann." Damit startet das Theater-Duo Claudia Riese und Heinz Koch (Riese & Ko) sein selbstgezaubertes Programm.

In "Liebe & andere Katastrofen" geht es auf die unterhaltsamste, vergnüglichste Art und Weise um die Kardinalfrage: "Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen?"

Lange bevor andere irgendwann auch auf den Trichter kamen, hatte das Neu-Ulmer Theatermacher-Duo den Titel und vor allem den immer wieder elektrisierenden Inhalt erfunden. Und der wird permanent auf den neuesten Stand gebracht. Andere reden davon, Männer kämen vom Mars, die Frauen von der Venus - Riese & Ko wissen: Die Menschheit zerfällt in zwei Geschlechter: das weibliche und das unnütze.

Für diesen Abend hat das bestens eingespielte Duo das Meiste selbst erfunden. Einiges hat es geklaut. Es werden dem Publikum verschiedene Spielszenen geboten, in denen typische Ursachen für manche zwischenmenschliche Katastrophe augenfällig werden, obwohl doch der 7.  Himmel angepeilt war. Dabei berufen sich die Komödiaten auch auf große Geister, zum Beispiel auf den Arzt und Dichter Dr. Gottfried Benn ("Die Ehe ist eine Institution zur Lähmung des Geschlechtstriebes.") Es ist so ziemlich alles drin, was heute Mann und Frau bewegt.



Publikumsstimmen:

Claudia Riese und Heinz Koch Claudia Riese und Heinz Koch


"Danke für einen sehr lehrreichen 'Valentinstag'-Abend. Großartig! Und bloß edd mit hoim nemma!" (A. aus München, 14. Februar 09)

"Stimmt genau!" (ein Kursteilnehmer, 14. Februar 09)

"Vor über 7 1/2 Jahren haben wir dieses Stück schon einmal gesehen. Es war unser 1. Date. 'Leider' habe ich den Tipp 'Bloß net mit hoim nemme' nicht beherzigt und habe ihn mit heim genommen. Nun sind wir seit April 2008 verheiratet und freuen uns schon auf die nächste gelungene Vorstellung." Nadè & Christoph Vetter (03. Oktober 08)

"Toll! Wir kommen wieder!" Silvia und Sepp, die Landeier aus Leipheim (20. März 08)

"Ein wunderbarer Kleinkunst-Abend; toll!" Peter Liebchen (13. März 08)

"Wären wir (am 1. August 2007) nicht in Holzheim gewesen, hätten wir echt was versäumt... einen Heinz Koch, der über die Weiten des Kosmos philosophiert, und eine Claudia Riese in Original schwäbischer Höchstform, göttlich. ... Beim Versuch des Paares, einen Witz zu erzählen, haben wir Tränen gelacht... dieses Stück sollte man unbedingt einmal gesehen haben." (Veronika S., 3. August 08)



Presserezensionen:

SOMMERBÜHNE / COMEDY-ABEND MIT DEM AUGUSTHEATER NEU-ULM

Mit den Rätseln leben

Passen Männer und Frauen zusammen? - "Bloß ned mit hoim nemma"

Einer wahrlich existentiellen Frage unserer Zeit, nämlich "Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen?", gingen Claudia Riese und Heinz Koch beim Gastspiel des "AuGusTheater" am Sonntag auf der Sommerbühne nach.

EVA MENNER, 07. August 2009 im "Blaumännle"

Blaubeuren: Quintessenz des Abends, zumindest für die weiblichen Zuschauer: Männer können ja ganz nett und nützlich sein, die Grundregel für Frau im Umgang mit Mann lautet aber: "auf koin Fall mit hoim nemma".

"Liebe und andere Katastrophen" ist der Titel dieser Comedy-Eigenproduktion und auf gekonnte Weise verweben Heinz Koch und Claudia Riese Chansons, bekannte Zitate, Szenen aus eigener und fremder Feder und auch ein paar Klischees zu einem unterhaltsamen, vergnüglichen Abend.

AuGuSTheater auf der Sommerbühne am Blautopf Etliche Plätze auf der Sommerbühne waren leer geblieben. Das mag zum einen daran gelegen haben, dass es zuvor am Freitag und Samstag mit dem Blautopf-Vortrag und dem Konzert von Joo Kraus und "Mezzoforte" zwei stark besuchte Veranstaltungen gab. Der andere Grund mag sein, dass der Comedy-Abend eine schon ältere Produktion des Theaters ist.

Doch das Publikum amüsierte sich prächtig und lachte über Szenen, bei denen mancher und manche auch etwas von sich selbst wieder gefunden haben dürfte. Dass Männer und Frauen sich nicht verstehen, liege oft an unklarer Artikulation und Vokalisation, erläuterte Koch und verpasste dem Publikum flugs einen entsprechenden Sprachkurs, bei dem der wunderschöne Satz "Barbara saß nah am Abhang" geübt wurde.

Zum Glück hat Claudia Riese erfahren, dass es bald ein Simultanübersetzungsgerät geben werde, so dass in Zukunft Missverständnisse zwischen Männlein und Weiblein ausgeschlossen seien. Beispielsweise nach einem One-Night-Stand, wenn er sagt: "Ich rufe Dich wieder an" und der Simultanübersetzer die richtige Bedeutung liefert: "Es war nix und du erinnerst mich zu sehr an meine Mutter."

Forschungen hätten ergeben, dass Männer 7000 Wörter am Tag absondern müssen, Frauen dagegen 15 000, weiß Koch zu berichten. Damit sei alles klar: Mann habe bei der Arbeit sein Kontingent schon verbraucht, daheim also nichts mehr zu erzählen, während Frau immer noch 8000 Wörter abzuarbeiten habe.

Köstlich, wenn Heinz Koch über die Anzahl der Sonnen im Weltall, den Urknall, die Endlichkeit des Universums schwadroniert, über Adam und Eva, Zeus und Eros doziert und glaubt, damit jede Frau beeindrucken und unterhalten zu können. Der Zuschauer erfährt hingegen in breitem Schwäbisch, was seine Partnerin von seinem neunmalklugen Geschwafel hält und dass sie währenddessen in Gedanken ihren Kochplan für die nächsten Monate zusammenstellt.

Sie erklärt auch, welche Eigenschaften ein Traummann haben sollte: Er muss gut aussehen und im Haushalt helfen. Pech nur, dass Frau sich stattdessen in den nächsten Kotzbrocken verliebt. Ist aber nicht so schlimm, denn heutzutage muss man ja nicht ewig beieinander bleiben, man kann sich also jederzeit in einen noch größeren Kotzbrocken verlieben.

Typisch die Szene - ein Klassiker von Kurt Tucholsky - in der ein Paar einen Witz erzählen will, sie sich umständlich von einem Detail ins nächste verirrt, er alles besser weiß, ihr ins Wort fällt, das Ganze eskaliert und niemand je die Pointe erfährt.

Am Ende meint Koch: "Lernen wir doch mit den Rätseln zu leben, es braucht ja nicht immer alles zusammenzupassen, jedenfalls nicht hundertprozentig." Und Riese gibt dem weiblichem Publikum nochmals den eindringlichen Rat mit auf den Weg: "Bloß ned mit hoim nemma."

Bildergalerie vom Auftritt



Frauen sind treulos, Männer eine nette Abwechslung

Sekt-Dusche Kiel – Seit Loriot vor gefühlten 100 Jahren die Behauptung aufstellte, Männer und Frauen passten eigentlich nicht zusammen, wird das Thema auf den Bühnen von Theater und Kabarett mehr oder weniger humorvoll beackert.

Auch Heinz Koch und Claudia Riese vom Theater Neu-Ulm, die mit ihrem Stück Liebe und andere Katastrophen schon 2005 im Wasserturm am Ravensberg gastierten, widmeten sich am Wochenende erneut der Frage. Dabei kamen sie zwar nicht zu neuen Ergebnissen, präsentierten ihre Überlegungen jedoch mit sympathischem Augenzwinkern und verstanden es so, ihr Publikum trefflich zu unterhalten.

„Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt...“, haucht zum Auftakt Marlene Dietrich von knisterndem Tonträger – ein leichtfertiger, ja mutiger Satz, wie man im Laufe des Abends lernt. „Frauen sind treulos und man muss ihnen immer etwas mitbringen. Männer lieben einfach nur“, weiß Heinz Koch. Und nicht nur das: Er geht das Problem wissenschaftlich an und doziert über die Entstehung des Universums und die unterschiedlich arbeitenden Gehirnhälften von Männern und Frauen. Oder er zitiert namhafte Literaten wie Kurt Tucholsky, der ihm mit seiner Aussage, die Menschheit zerfalle in zwei Teile (jene, die nicht denken wollen und jene, die es nicht können), eine echte Steilvorlage liefert.

Claudia Riese bietet dem Spielpartner Paroli, indem sie die Sache von der bodenständigen Seite beleuchtet. In schönstem Schwäbisch babbelnd, unterbricht sie die schier endlos erscheinenden, neunmalklugen Ausführungen ihres Gegenübers mit einem Fingerschnippen. Fußwippend und mit kraus gezogener Schnute steuert sie ihre Sicht der Dinge bei. Quintessenz: Männer können im Leben einer Frau durchaus eine nette Abwechslung darstellen, solange man nicht unter einem Dach mit ihnen wohnt. Daher ihr gut gemeinter Rat an die Geschlechtsgenossinnen: „Nur net mit hoim nemme!“

Kieler Nachrichten, Sabine Tholund, 05. August 08



Höchst amüsant: Claudia Riese und Heinz Koch im Wasserturm Ravensberg

Sie waren gekommen, um zwei Versprechen einzulösen. "Brutto" wollten sie dem Publikum einen schönen Abend bereiten, "netto" stellten sie in Aussicht, Licht ins Dunkel einer "Daseinsfrage" zu bringen, die da lautet: Passen Männer und Frauen eigentlich zusammen?

Zu Recht könnte man sagen, dieses Problem sei kabarettistisch hinlänglich diskutiert worden. Umso erfreulicher war es, mitzuerleben, wie Claudia Riese und Heinz Koch sich den Fragen des Geschlechterkampfes auf höchst amüsante Weise näherten und es schafften, selbst oft bemühten Klischees neues Leben einzuhauchen. Und so ließ sich über die mehr oder minder logische Herleitung der vielzitierten weiblichen Sprechfreudigkeit genauso herzlich lachen wie über die wunderbar eskalierende Darbietung des oft gespielten Tucholsky-Klassikers Ein Ehepaar erzählt einen Witz.

Proppenvoll war es trotz ungemütlicher Temperaturen im Wasserturm am Ravensberg, wo die beiden Schauspieler vom AuGuS-Theater aus Neu-Ulm ihr Gastspiel "Liebe und andere Katastrophen" präsentierten – ein Mix aus Sketchen und Couplets, der bei den Zuschauern gut ankam. Von Koch, der als salbadernder Oberlehrer mit philosophisch-physikalischem Tiefgang daherkam, ließen sie sich zunächst als Teilnehmer eines Kurses zur Tonbildung vereinnahmen – schließlich, so seine Behauptung, beruhe ein Großteil der Missverständnisse zwischen Mann und Frau auf dem Umstand, dass einer von beiden nicht deutlich genug artikuliere. Auf seine Aufforderung hin erhob sich der Saal zur heiteren Atem- und Artikulationsübung und während alle den Satz "Barbara saß nah am Abhang" hervorkeuchten, beobachtete seine vermeintliche Assistentin das Treiben mit hochgezogenen Augenbrauen.

Die Rollenverteilung für den Abend war damit klar: Er monologisierte – mal über Zeus und Eros, mal über die Urknall-Theorie und das Universum an sich –, sie lauschte genervt. Wenn es ihr zu bunt wurde, setzte sie einen Kunstgriff ein, den manche sich im wirklichen Leben wünschen würden: Mit einem Fingerschnippen stoppte sie seinen Redefluss – er verharrte wie eingefroren in der Bewegung, sie ließ in breitestem Schwäbisch ihre Version von den (Kommunikations-)Problemen zwischen Mann und Frau vom Stapel. Die Frage, ob Männer und Frauen denn nun zusammenpassen oder nicht, konnte Claudia Riese schlussendlich auch nicht zufrieden stellend beantworten. Einen guten Rat gab sie ihren Geschlechtsgenossinnen jedoch mit auf den Heimweg. Sinngemäß lautet der so: Männer können nett und manchmal sogar kurzweilig sein, solange sie nicht in geschlossene, mit Sesseln und Fernsehern ausgestattete Räume geraten. Daher ihre eindringliche Mahnung an jene Frauen, die einen Mann in freier Wildbahn kennen lernen: "Nur ned mit hoim nehme!"

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten, Freitag, 12. August 2005



Wenn der Gatte mit Galaxien langweilt

Theater Neu-Ulm begeistert mit "Liebe und andere Katastrophen"

Das Theater Neu-Ulm begeisterte das Publikum mit seiner Premiere von "Liebe und andere Katastrophen - Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen?" im eigenen Haus. In dieser brillanten Comedy-Show erörtert das Ensemble die ewig aktuelle Frage, ob Männer und Frauen überhaupt jemals miteinander zurechtkommen. Inhaltlich stammt das meiste aus der Feder der Komödianten selbst. Aber auch das Publikum kommt zum Zug: In einer Szene dürfen die Zuschauer entscheiden, was mit dem schleimigen Typ bei seinem Annäherungsversuch passiert: Soll er erhört werden oder lieber den Sekt ins Gesicht bekommen?
Die Gäste im bis auf den letzten Platz gefüllten Theater Neu-Ulm entschieden sich natürlich für die Sektvariante. Nicht, daß das für die Stimmung im Saal notwendig gewesen wäre, denn die war ohnehin schon bestens.

Sekt ins Gesicht

Oder weil das natürlich witziger zu beobachten ist. Nein, vor allem hat es dieser Typ nicht anders verdient und muß den Sekt ganz einfach ins Gesicht bekommen. Dabei war deutlich zu hören, daß sich in erster Linie die Frauen gleich zu diesem Ende der Geschichte durchringen konnten. Das ist nicht verwunderlich. Denn wie Claudia Riese und Heinz Koch in aller Deutlichkeit darstellen, leiden die Frauen schließlich wahre Tantalusqualen unter ihren Ehemännern. Wer kennt diese Szenerie nicht, wie ein Ehepaar verzweifelt versucht, einen Witz zu erzählen, der jedoch nie vollendet wird und bei dem zum Schluß niemand mehr weiß, worauf er eigentlich hinauslaufen sollte?

Angesichts solcher Dramen würde sich so manche Frau wünschen, daß sie es im Leben so wie Claudia Riese auf der Bühne halten und den Ehegatten einfach mit einem Fingerschnipsen abschalten könnte, wenn er einmal wieder über das Universum, seine Galaxien, Sonnen und Planeten philosophiert, ohne zu bemerken, daß sie und alle anderen sich zu Tode langweilen. Gegen einen stillen Mann ist ja schließlich nichts einzuwenden.
Claudia Riese beweist aber auch ihr Gesangstalent, wenn sie zu Kathrin Günthers virtuoser Begleitung am Klavier ihre Stücke singt. Dies wird ebenfalls teilweise zur Komödie, wenn sie sich ganz dicht ans Klavier stellt und die Pianistin mit vorwurfsvollem, ungeduldigem Gesicht ansieht, als ob sie sagen wolle: "Wird das heut' noch was?"

Bettina Engel, Neu-Ulmer Zeitung



Amüsanter Kampf der Geschlechter

Das Theater Neu-Ulm mit seinem Anekdoten-Abend "Liebe und andere Katastrophen"

Die Tipse (Claudia Riese) äfft ihren "Putzi" (in der Rolle des Direktors: Heinz Koch) nach, streckt die Zunge raus, meckert, ist ganz beleidigte Geliebte. "Frauen muß man immer etwas mitbringen", und "Du willst nicht meine Liebe, sondern einen Trauschein, eine Rentenberechtigung", antwortet der Liebestolle. Die Szene ist nur eine Anekdote, eine Schnurre zum Thema Geschlechterkampf aus dem aktuellen Programm "Liebe und andere Katastrophen" des Theater Neu-Ulm.

"Ein Ehepaar erzählt einen Witz, geschrieben von Kurt Tucholsky ist eine Persiflage auf das gegenseitige Ins-Wort-fallen. Das Paar schafft es nie bis zur Pointe, vorher beginnt der Ehekrieg. Er spricht vom Anwalt, sie stampft mit dem Fuß auf.
Weiter geht's mit "Der Widerspenstigen Zähmung" von William Shakespeare. Beim Theater Neu-Ulm wird das Stück zur siebenminütigen Kurzfassung, in der Kate (Claudia Riese) letztendlich geläutert bekennt: "Frauen dämpft euren Zorn!" Zum Zeichen ihres nun demütigen Wesens legt sie ihre Hand unter des Edelmannes Schuh.

Zwischendurch gibt es, begleitet von Kathrin Günther, Songs. Claudia Riese beweist dabei ihre Wandlungsfähigkeit: Mit ganz, ganz viel Gefühl mimt sie die lebenserfahrene Frau, die ein trauriges "Aufs Lügen sind die Männer erpicht." zum besten gibt. Hektisch dagegen ihre singende Darstellung des jungen Mädchens, das den Theaterdirektor um eine Rolle anfleht. Sie könne alles, gesteht sie singend. Und beweist es auch: die Ungarin, Pariserin und Wienerin - für Claudia Riese kein Problem.

Die szenische Aneinanderreihung von zum Thema passenden Texten bricht das AuGuS-Theater Neu-Ulm mit den drei Teilen von "Professor Bubble" - die Paraderolle für Heinz Koch. Gleich einem vh-Kurs-Leiter ermuntert er sein 70köpfiges Publikum: "Das können Sie sich gern notieren!" Er übt mit ihm Stimmbildung, das "Bing" und "Beng". Professor Bubble macht sich ernsthaft Gedanken über Gesprächsthemen, die das andere Geschlecht interessieren könnten. Zur Auswahl stünde die Anzahl der Sonnen in der Milchstraße, die Koalition von Erde und Planeten. Koch, mit Karohose, Weste und streng zurückgekämmtem Haar, steigert sich in die Rolle des Akademikers, ergeht sich in lauten, fast hysterisch vorgebrachten Sätzen über sein Lieblingsthema, die Chaostheorie. "Lernen wir doch mit den Rätseln zu leben, es braucht ja nicht immer alles zusammenzupassen, jedenfalls nicht hundertprozentig", gesteht der Akademiker, schwenkt die Tanzpartnerin und ein unterhaltsamer Comedy-Abend ist zu Ende, der zum Thema Beziehungen keine grundsätzlich neuen Erkenntnisse beigesteuert hat. Aber das wollten die Darsteller auch gar nicht, sondern ein immer aktuelles Thema neu beleuchten - was denn auch gelungen ist.

Beate Rose, Südwest Presse Ulm



Sprache als Quelle der Missverständnisse

Claudia Riese und Heinz Koch präsentieren Heiteres über "Liebe und andere Katastrophen"

M e i n i n g e n. Ein zufriedenes Publikum haben Freitagabend Claudia Riese und Heinz Koch vom AuGuS-Theater Neu-Ulm entlassen. In ihrem zweistündigen Programm "Liebe und andere Katastrophen" waren beide der Frage nachgegangen: "Passen Männer und Frauen überhaupt zusammen?"

Schon Loriot hatte die Frage mit einem klaren "Nein" beantwortet. Und auch die Zuschauer des Comedy-Spektakels im "Rautenkranz" mußten zur Kenntnis nehmen, "dass es Männer und Frauen nur aus Mangel an Alternativen immer wieder miteinander versuchen". Zu unterschiedlich seien beide Geschlechter angelegt, als dass eine Liaison auch nur ansatzweise funktionieren könne. "Der Mensch zerfällt in zwei Teile, einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann."

Diese und andere Weisheiten berühmter Schriftsteller, Dichter und Denker, geschickt kombiniert und zu Besten gegeben von den beiden Akteuren des Neu-Ulmer Ensembles, sollten dem Publikum verständlich machen, warum sich Beziehungen von Männern und Frauen stets so schwierig gestalten. Das Hauptproblem zwischen den beiden Geschlechtern sei die Kommunikation, manifestierte Koch. Worauf sich der Mime genötigt sah, mit dem Publikum das Atmen und die Aussprache des Satzes "Barbara saß nah am Abhang" zu üben.

Überhaupt wurden die Zuschauer recht oft in das Spiel der beiden mit eingebunden und so das Improvisationstalent der Schauspieler herausgefordert. "Die Sprache ist die Quelle der Mißverständnisse", wissen auch Claudia Riese und Heinz Koch. Dem Publikum demonstrieten sie diese Weisheit in kleinen Spielszenen, als Protagonisten beispielsweise ein Manager und seine "geliebte" Sekretärin, ein Ehepaar, das einen Witz erzählt, oder der verrückte Professor und die knitze Schwäbin, die über Kochrezepte nachdenkt, während er die Expansion des Universums und den Quantensprung erklärt.

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Peinliche Übersetzungen
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Glücklicherweise soll es nach Auskunft Rieses schon bald einen Simultanübersetzer geben, womit ausgeschlossen wäre, dass Männlein und Weiblein weiterhin aneinander vorbei redeten: "Peinlich wird die Situation beispielsweise nach einem One-Night-Stand, wenn er zum Besten gibt, wie toll das Tete-a-tete gewesen sei und dass er sich melden werde. Und sie versteht, was er wirklich meint, nämlich, dass es langweilig gewesen sei und sie ihn zu sehr an seine Mutter erinnere...."

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Klassisches Lehrstück
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Auch im klassischen Fach kennen sich die Neu-Ulmer Komödianten aus. Und so zähmte Heinz Koch in nur 15 Minuten eine widerspenstige Claudia Riese - Tätlichkeiten inklusive. Nach diesem "Lehrstück" für alle männlichen Zuschauer bekamen auch die Frauen noch einen Tipp mit auf den Nachhauseweg: "Nicht mit hoim nemme, auf gar keinen Fall mit hoim nemme", empfahl die schwäbisch tratschende Claudia Riese den Umgang mit Männern betreffend.

Meininger Tagblatt, 20. September 1999, Katy Bauß


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showbuddies

Showbuddies: Improshow

Am Samstag, 09. Juli 2016

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Theater (-Spiel und -Besuch)
könnte noch helfen

"Den 'Kern' demokratischer Gesellschaften bilden individuelle Gewohnheitsmuster und gemeinschaftsbildende Zielvorstellungen, die es ermöglichen, demokratische Projekte und Institutionen mit Leben zu füllen. Dieses Leben ist ein überindividuelles. Doch die Möglichkeiten, solche Gewohnheitsmuster und Zielvorstellungen auszubilden, sind durch die Folgen der Konkurrenzgesellschaft, die das Marktmodell auf eine groteske Weise verallgemeinert hat, so gut wie zerstört worden.

Die hier gemeinten demokratischen 'Kernkompetenzen' sind


  • erstens: die kognitive und emotionale Fähigkeit von Individuen, sich in die Perspektive anderer hineinzuversetzen. Denn nur Perspektivenwechsel erlaubt es, mit anderen eine norm- und zielsetzende Gemeinschaft zu bilden (Empathie).

  • Zweitens: die Anerkennung fremder Lebensentwürfe, die nicht den eigenen Vorstellungen folgen. Denn nur aufgrund solcher Anerkennung können aus einander fremden Lebensentwürfen neue gemeinschaftliche Projekte entstehen (Toleranz).

  • Drittens die Kompetenz, wirtschaftlich und auf andere nicht private Weise Kooperationen auch mit Menschen einzugehen, die andere Lebensentwürfe als man selbst verfolgen (Vertrauen).

  • Und schließlich viertens der Wille und die Kreativität, gemeinschaftliche Ziele zu entwickeln, die nicht nur die kurzfristigen Interessen der jeweils agierenden Einzelnen betreffen (langfristige, mehrere Generationen betreffende Teleologien)."
Aus einem Artikel von Michael Hampe: "Warum lügen und betrügen Wissenschaftler?", abgedruckt in DIE ZEIT Nr 20 vom 4. Mai 2016, Seite 44 (Feuilleton)




"Raub-Dichter" von der
Muse Kalliope wild geküsst

Kalliope

Am Sonntag, den 10. Juli
Geboten ist: ein heiteres, unterhaltsames Spiel um und mit Literatur. Sechs "Raub-Dichter" aus unserer Region lassen sich von der Muse Kalliope küssen und verfassen eigene kurze Stories im Stil der "beklauten" Literaten.
Gewinnspiel fürs Publikum!
Was ist Original, was ist Fäschung?

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