Theater Neu-Ulm

Neu-Ulms einzig{artig}e Profibühne >>> "Die Unterrichtsstunde", komisches Drama von Eugène Ionesco

Komisches Drama von Eugène Ionesco

Es spielen:
Kathi Wolf - eine Schülerin
Heinz Koch - ein Professor
Torsten Ibach - der Hausdiener
Regie: Claudia Riese
Bühne: Günther Brendel

Das Stück wird für Gesprächsstoff sorgen. Deswegen das Angebot:

Nach den Vorstellungen 7 Minuten Pause und dann 20 Minuten Gespräch mit den interessierten Besucher(inne)n.





"Das Theater Neu-Ulm zeigt 'Die Unterrichtsstunde' als aufwühlende Groteske. Die Unterhaltung kommt trotzdem nicht zu kurz."       (Die komplette Rezension in der Neu-Ulmer Zeitung)

"Großartige schauspielerische Leistung: Heinz Koch als Professor und Kathrin Wolf als Schülerin in Ionescos 'Die Unterrichtsstunde'."       (Die komplette Rezension in der Südwest Presse)




Ionesco ist einer DER Autoren, ja, DER Autor des absurden Theaters.

"Die Unterrichtsstunde" ist DER Klassiker des absurden Theaters.


Man kann es verstehen als eine Allegorie - ein Beispiel für Macht- und Ränke-Spiele aller Art, welches ausgesprochen leicht auf jedwede Konstellation übertragen werden kann.

Ein junges, sehr naives Mädchen nimmt Privatunterricht bei einem älteren Professor.

Der Professor schüchtert seine Schülerin ein, bis die sich ihm willig unterwirft.

Das dürfte ein Fest für alle Liebhaber des Theaters werden. Man lacht und versteht - "beim Lachen öffnet sich das Hirn und es können Nägel der Vernunft eingeschlagen werden" (Franca Rame).

Dieser Autor, dieses Stück und dieses Ensemble garantieren einen Abend der besonderen unterhaltsamen Art: nix Lanz, nix Dschungel, alles ohne Barth und alles gegen Raab & Consorten.


Die Unterrichtsstunde

Die Unterrichtsstunde

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Zu obigem Bild:

Heinz: Übrigens: Corona hat mich resozialisiert. Früher, vor Corona, hatte ich, wenn Weihnachten zu feiern war oder Silvester oder irgendein Familienfest, immer die Ausrede: "Ich hab Auftritt". Und dann kam Corona, lockdown. Die Ausrede war unnötig. Da war ich plötzlich in die Gesellschaft re-integriert. Alle waren zu Hause.

Alle hatten Mattscheibe.

Krimis, Krimis, Krimis, Mord und Totschlag. Am laufenden Band, in Wiederholungsschleife. Jeden Abend. Ab und zu ne Ministerpräsidentenrunde zur Pandemie-Entwicklung. Inzidenzen, r-Werte und zwischendurch wie Kai aus der Kiste: Karl, der ewige Karl. Der Lauterbach hatte ja zu allem und jedem was zu schwätzen. Sogar bei Bild-TV und in der Kebekus-Show trat der auf. Jetzt wird kolportiert, er macht demnächst auch noch das Wort zum Sonntag.

Und dann hauptsächlich immer wieder Morde überall. Pro Kopf die Höchst-Rate offenbar in Rosenheim. Jeden Dienstagmorgen: "Mir habet ene Laich." Und am Abend ist die dann im Vorprogramm des ZDF, zwischen Bett1.de, Kijimea pro, Tebonin und dem Lacalut-"Ich hab nur zwei Probleme"-Typ.

Am Bodensee wird ja immer montags gemordet. Aber Reise-Warnungen gibt es auch für Stralsund, Wismar oder Leipzig. Bad Tölz ist inzwischen wohl clean, Mord-Inzidenz gegen Null. Vermutlich nur scheinbar, da ist bloß der Bulle in Rente gegangen.

Mal so nebenbei: Wie viele Kripoleute ich im lockdown per Glotze kennengelernt habe, das geht auf keine Kuhhaut, von A wie Ainfachnur aus München bis Z wie Zielonka aus Hengasch.

Und dann passiert eines Abends was Unvorhergesehenes:

Wir sitzen da so traut auf’m Sofa, die vierte Wiederholung irgendeines uralt-Barnabys soll kommen, da ist der Bildschirm plötzlich schwarz.

(Krimi-Trailer – bricht plötzlich ab, Heinz fummelt ein wenig mit der Fernbedienung, kein Ergebnis)

Heinz: (schaut auf sein Smartphone, lacht): Das ist ja witzig.
Claudia: (schaut auf ihr iPhone, murmelt abwesend) Was denn?
Heinz: Das ist echt zu witzig. Dieser Clip. Könnt mich kringeln
Claudia: Dann zeig doch mal.
Heinz: Geduld! Ich schick's Dir gleich rüber.